Saturday, December 19, 2009

Steht die Bundeswehr in Afghanistan im Grunde nur Schmiere beim Opiumanbau?

Was steht da in der Überschrift? Das ist doch nicht zu fassen. Die Bundeswehr soll was? Das kann nur eine maßlose Übertreibung sein, oder schlimmer noch, eine Verschwörungstheorie, und Verschwörungstheorien sind bekanntermaßen eine Gefahr für unsere Demokratie.

Ironie aus.

Afghanistan und das Massaker von Kundus beherrscht ja gegenwärtig die kapitalistischen Massenmedien. Eine „Enthüllung“ folgt der anderen.

Nur Stunden nach dem Bombardement bei Kunduz wusste die Bundeswehr von einer hohen Zahl ziviler Opfer“, so „enthüllt“ derzeit gerade das sehnsüchtig nach Leserschaft schmachtende „Leitmedium“ SPIEGEL.

Guttenberg hat seinen Generalinspekteur gefeuert und die Debatte ist darüber entbrannt, wer bei diesem Massaker wen falsch informiert haben soll, so dass erst jetzt herauskommt, dass neben den (wohl per se vernichtungswürdigen) „Taliban“ auch „die gleiche Anzahl Zivilisten“ ums Leben gekommen sein soll.

Anscheinend wird nun ein Oberst Georg Klein zum Sündenbock dafür gestempelt, dem US-Militär gegenüber wahrheitswidrige Angaben gemacht zu haben.

Usw.

Das sind „Nachrichten“.

Gleichzeitig ist in diversen Massenmedien in den Kommentarfeldern ein stattliches Aufgebot von Trollen zu verzeichnen, die mit Platitüden wie „ein Tanklasterdieb ist kein Zivilist“ und „Taliban terrorisieren die Bevölkerung“ versuchen, die „öffentliche Meinung“ so zu brutalisieren, so dass sich die Herrschaften in der Regierung durchaus „menschlich“ betroffen geben können über die „nicht zu rechtfertigende Anzahl an zivilen Opfern“.

Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat“, schrieb Bertold Brecht und wir erleben in der Gegenwart die absolute Richtigkeit dieses Satzes.

Warum?

Warum massakriert die Bundeswehr denn in Afghanistan überhaupt „Taliban“ und Zivilisten? Warum ist sie denn überhaupt dort? Und – ohne auf „nebensächliche“ Feinheiten einzugehen wie den angeblichen Verteidigungscharakter der Bundeswehr und des NATO – Bündnisses – warum steht die NATO insgesamt dort überhaupt?

Und warum diese „Umorientierung“ der us-amerikanischen Politik unter der Marionette Obama weg vom Irak hin zu Afghanistan, wo unbedingt ein „Sieg“ errungen werden müsste?

Der Rummel um die Schuldzuschiebungen verdeckt diese Frage nämlich mit erstaunlicher Konsequenz.

Wie war das noch einmal schnell mit Afghanistan? Wann wurde dort einmarschiert?

Ach ja, richtig, da war doch was…

Da gab es doch mal so einen Anschlag vor 8 Jahren auf das World Trade Center….

Doch bei dieser Begründung fährt auch ein Peter Scholl-Latour aus der Haut.

http://www.youtube.com/watch?v=qUG5VHhKT9U

Alles Lüge um den 11.9.2001?

Ich verrate ja wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass jeder Mensch, der sich mit den näheren Umständen dieses Anschlags beschäftigt, auf noch viel mehr schreiende Widersprüche stößt ausser dem, dass ein Attentat, das angeblich von saudiarabischen und ägyptischen Terroristen verübt worden sein soll, als Begründung für eine Invasion ausgerechnet in Afghanistan herhalten soll, nut weil ein ausgewiesener langjähriger CIA-Agent namens Osama bin Laden dort seinerzeit seinen Wohnsitz haben sollte.

Aber darüber (11.9.2001) spricht man besser nicht, denn sonst wird man schnell zum „Verschwörungstheoretiker“ gestempelt, ein Propagandamuster, das die imperialistischen Meinungsmacherapparate erfolgreich sogar schon in die Köpfe von manchen „revolutionären Linken“ hineingestanzt haben.

Also gut, reden wir nicht mehr über den 11.9.2001, den in jeder Hinsicht höchst fragwürdigen und letztlich unglaubwürdigen Grund für den Krieg von NATO und Bundeswehr in Afghanistan.

Es wird den 200 Herrschaften, die darüber bestimmen, was „öffentliche Meinung“ zu sein hat, sicherlich recht sein.

Reden wir über Afghanistan.

Die Taliban, die 1995 wie aus dem Nichts in Afghanistan erschienen, waren in ihrem Ursprung ohne jeden Zweifel eine von der CIA und vor allem dem pakistanischen Geheimdienst ISI aufgerüstete Söldnerarmee (zum großen Teil sogar aus Pakistani bestehend).

Sie sahen sich selbst als „Saubermänner“, die endlich „Ordnung“ in die ewigen Bürgerkriege der verschiedenen US-gesponsorten „Mudschahiddin“ bringen wollten, und „strenge Reliiongsgesetze“, versteht sich.

„Talib“ bezeichnet einen Koranschüler in den pakistanischen Madrassen (Koranschulen), und das war auch das Rekrutierungsfeld dieser Armee, die im Laufe eines Jahres fast ganz Afghanistan unter Kontrolle brachte.

Unter dem damaligen Beifall der konservativen Rechten in den USA (an der Spitze Richard Helms) beendeten sie die dauernden Bürgerkriege zwischen den rivalisierenden Mudschahiddin.

Söldnerarmeen im Dienste des Imperialismus pflegen ihren Zahlmeistern immer mal wieder aus dem Ruder zu laufen.

Der Sieg der Taliban in Afghanistan hatte nämlich einen problematischen wirtschaftlichen Nebeneffekt: der traditionelle Opiumanbau in diesem Land reduzierte sich auf das Gebiet der heterogenen „Nordallianz“, den Gegnern der Taliban.

Wie es der Zufall will, war das Jahr 2000 das Rekordtief des Anbaus. Die Taliban verboten nämlich riguros jeden Opiumanbau.

Heute aber kommen nach Aussagen von UN-Drogenbehörden über 90 % des Weltaufkommens an Rohopium aus Afghanistan. Und letztlich ist der Drogenmarkt eine kapitalistische Branche wie jede andere, nur dass sie in den letzten Jahren an Bedeutung für den weltweiten Kapitalmarkt erheblich gewonnen hat.

Verschwörungstheorie?

Keineswegs, handfeste Fakten, wie sie unter Börsianern durchaus bekannt sind.

2008: Bankenrettung mit Drogengeld

Unter dem Titel „Bankenrettung mit Drogengeld?“ wirft Lars Schall in der Börsenwebseite MMNews

http://www.mmnews.de/index.php/200912184475/MM-News/Bankenrettung-mit-Drogengeld.html die Frage auf:

Wird in Afghanistan statt der Freiheit der Anbau von Opium verteidigt?

Kenner wissen, dass so etwas nur in Fragezeichen geschrieben werden sollte. Doch diese Frage kann sich jeder halbwegs intelligente Mensch selbst beantworten, wenn er sich nur mit den Fakten beschäftigt.

Das kann natürlich auch, wie am Fall 911 zu sehen ist, sehr gefährlich sein, aber es ist sehr aufschlussreich.

Der UN-Beauftrage in Sachen Drogen und Organisierter Kriminalität – Antonio Maria Costa – wird in diesem Artikel zitiert, und zwar mit einer sehr erstaunlichen Aussage.

Er behauptet nämlich, dass das internationale Finanzsystem nur durch massive Kapitalspritzen aus dem internationalen Drogenhandel vor dem Untergang bewahrt werden konnte.

Dieses „liquid invest capital“ sei mittlerweile „Teil des offiziellen Systems“.

Der den UN-Beauftragten zitierende MMNews-Autor Lars Schall hält diese Aussage allerdings für bloße Rhetorik und verweist auf die pakistanische Bank of Credit and Commerce International (BCCI), deren Rolle im internationalen Drogenhandel „ein offenes Geheimnis“ war.

Über diese Bank wurden während der 80er Jahre „mit Billigung der CIA“ die anti-sowjetischen Mudschahiddin in Afghanistan finanziert.

Aha.

Der US-Finanzminister tat nichts, um dergleichen Geschäfte zu behindern (die man in Krimis „Geldwäsche“ nennt), da dies die Reputation der USA als „sicheren Hafen“ für flüchtiges Kapital und Überseeinvestitionen beschädigt hätte.

Ach so.

Es ist keineswegs so, dass die staatlichen Behörden, die „Drogenfahndung“ davon nichts gewusst hätten. Der Artikel zitiert einen ehemaligen Drogenfahnder des Los Angeles Police Departements, der von 400 Milliarden Jahresgesamterlöse im globalen Drogenhandel ausgeht.

Also: hier wird von Erlösen gesprochen, nicht von Umsatz.

Michael Ruppert (LAPD):

Der Grund, warum es in den U.S.A. nun all diese Drogengewalt gibt, besteht meiner Meinung nach darin, dass die U.S.-Banken nach so viel illegalen Bargeld schreien, wie sie waschen können, um den monatlichen Mindestbetrag ihrer offenen Derivatkontrakte zu bedienen…

Drogenprohibition und Krieg

Ich will nicht gar zu tief in die Diskussion um die Freigabe oder Nichtfreigabe von harten Drogen eingehen. Nur so viel: Michael Ruppert macht geltend, dass 10-20 % aller Menschen weltweit anfällig sind für den Konsum harter Drogen. Dieser Prozentsatz verändert sich auch kaum, weder lässt sich eine höhere Anzahl von Drogenkonsumenten erzwingen, noch lässt sie sich durch Kriminalisierungsmaßnahmen reduzieren. Das ist ein wichtiger Hintergrund zur Beleuchtung des weltweit angeblich geführten „Kampfes gegen die Drogen“. Er ist von seinem erklärten Ziel her nämlich vollkommen sinnlos.

Tatsächlich aber monopolisiert die Drogenprohibition aber nur den globalen Zwischenhandel.

Denn die Drogenprohibition engt den Kreis derjenigen „Unternehmen“, die überhaupt Zwischenhandel von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent betreiben können, erheblich ein.

Und die in diesem Zwischenhandel zu erwirtschaftenden Profite sind – ganz im Unterschied zu allen anderen Wirtschaftszweigen – ungebrochen schwindelerregend hoch.

Schlafmohn wächst grundsätzlich auch im bundesdeutschen Vorgarten, die Produktionskosten von Rohopium sind lächerlich gering. Ähnlich verhält es sich mit dem Rohstoff für die Gewinnung von Kokain, der Kokapflanze, die ja mit einigen Teilsubstanzen immer noch im Weltgetränk – na sie wissen schon – Cola vertreten ist (wobei die Abscheidung des Kokain nur ein Arbeitsgang bei der Erzeugung dieses Gesöffs ist).

Zufällig ist Kolumbien, nur nebenbei bemerkt, das Hauptursprungsland für das weltweit vertriebene und konsumierte Kokain.

Bleiben wir aber bei Afghanistan.

Fast die gesamte für die Heroinproduktion verwendete Weltopiumernte kommt also aus Afghanistan, und zwar so richtig, nachdem die sturköpfigen und renitenten Taliban 2001 durch Invasion gestürzt wurden, die es doch tatsächlich gewagt hatten, den Opiumanbau in Afghanistan aus religiöser Starrköpfigkeit zu verbieten.

(Was seitdem dort alles „Taliban“ genannt wird, hat mehr mit der Phantasie der Medien und der Militärs zu tun).

Seitdem läufts richtig gut, und seitdem geht’s auch mit dem „Aufbau in Afghanistan“ so richtig vorwärts. „Internationale Hilfsorganisationen“ sind neben den lokalen Drogenbaronen, von denen die einflussreichsten auch in der Karzai-Regierung sitzen, der wichtigste Arbeitgeber im Lande (es gibt sonst so gut wie keine).

Na und sonst verdienen ja auch eine Menge anderer Industrien durchaus gutes Geld im Rahmen der „Afghanistan-Mission“, sämtliche Zuliefererindustrien für die Besatzungstruppen sind da beispielsweise zu nennen, nicht zu vergessen schließlich und endlich unsere wackeren Medienleute, die durch „Kundus-Affären“ trefflich ihren Auftrag erfüllen, zu vertuschen, zu vernebeln, den Wald vor lauter Bäumen unsichtbar zu machen.

Zurück zum Opium.

Wie kommt das Zeug denn tonnenweise aus Afghanistan heraus und findet – nach den notwendigen Verarbeitungsschritten – seinen Weg zum Endkonsumenten, der völlig überhöhte Monopolpreise für seine Droge bezahlt, gesundheitliche Schäden für schlechte Qualität in Kauf nehmen muss und zudem noch kriminalisiert wird?

Gewiss darf man vermuten, dass etwas dran ist, wenn sogar wikipedia schreibt

http://de.wikipedia.org/wiki/Drogenkriminalit%C3%A4t

Die Verstrickung des US-Geheimdienstes CIA in den internationalen Drogenhandel ist mehrfach öffentlich nachgewiesen worden.

Der amerikanische Geschichtsprofessor Alfred W. McCoy hat beispielsweise in seinem Buch „Die CIA und das Heroin“ (deutsche Ausgabe, Verlag Zweitausendeins, 2003) die Beteiligung des US-Geheimdienstes in den Drogenhandel detailliert beschrieben.

Während des Vietnamkrieges war das „Goldene Dreieck“ in Südostasien der weltweite Fokus des Opiumanbaus. Die CIA und andere Apparate bauten parallel zu den bestehenden US-Marionettenarmeen etwa in Südvietnam noch zusätzlich mit Drogengeldern finanzierte private Söldnerarmeen aus Minoritätsvölkern auf. Die antisandinistischen Contras in Nicaragua während der 80er Jahre wurden zum großen Teil über Drogengelder finanziert (was immer den Vorteil hat, dass die entsprechenden Mittel nicht im Staatshaushalt locker gemacht werden müssen), ebenso wie die dubiosen Dreiecksgeschäfte mit dem Mullahregime im Iran (Iran-Contra-Affäre).

Der unglückliche Absturz eines von der CIA gecharterten Flugzeugs über Mexiko, der Gulfstream Aerospace G-1159 Gulfstream, die 3,3 Tonnen Kokain in die USA transportieren sollte, macht deutlich, um welche Mengen und welche Summen es sich bei diesen „Geschäften“ handeln muss.

Falls sich jemand für Einzelheiten interessiert:

Hier eine jeglicher „Verschwörungstheorie“ sichtlich abholde Seite von Fliegerfans mit der entsprechenden Meldung:

http://www.aerosecure.de/unfall/2732-drogenflieger-abgestuerzt.php

Eine nähere Untersuchung durch Oraclesyndicate mit zahlreichen weiterführenden Links:

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/4293436/comment

Nein, in diesem Artikel soll nicht nur über Fakten des weltweiten Opium/Heroinhandels als krisenfeste Investitionsbranche und Finanzierungsquelle für verdeckte bis geheime imperialistische Apparate reflektiert werden. Die Menge dieser Fakten ist unübersehbar groß und füllt ganze Bücher.

Wie vertuscht man den globalen Heroindeal?

Die Rolle der medialen Wahrnehmungsmanagement-Maschinerien angefangen von Fernsehen und Printmedien über Online-Publikationen verdient auch eine nähere Betrachtung.

Es ist wohl einleuchtend, dass eigentlich ein Sturm der Empörung durch die bundesdeutsche Bevölkerung gehen müsste, wenn auch nur sagen wir mal 20 % in allen Konsequenzen klar wäre, was das alles bedeutet, wenn die Frage aus der Überschrift mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden müsste.

Fakt ist aber nun einmal, dass diese Hintergründe nur einem winzigen Bruchteil überhaupt bekannt sind. In Afghanistan ist halt Krieg. Weit weg. Ja und?

Auch „revolutionäre Linke“ geben zahlreiche Deklarationen gegen den Afghanistan ab, und sie sagen darin auch sicherlich viele richtige Dinge, aber über den Drogenhandel – Hintergrund dieses Krieges, die handfesten ökonomischen Ursachen, wird kein einziges Wort verloren.

Schon sehr seltsam.

Dabei müssten für gestandene Marxisten allein die Begriffe Profitrate, Mehrwertrate, Organische Zusammensetzung des Kapitals, tendenzieller Fall der Durchschnittsprofitrate eigentlich (tja, eigentlich) vertraut sein und ihre Anwendung auf den konkreten Fall Opiumkrieg in Afghanistan ist naheliegend wenn nicht zwingend.

Die garantierten Profitraten der halblegalen bis illegalen „multinationalen Unternehmen“ übertreffen – zumal mitten in der Wirtschaftskrise – jede Vorstellungskraft, zumal hinsichtlich der organischen Zusammensetzung des Kapitals de facto beträchtliche Teile des konstanten Kapitals durch die Militärhaushalte der beteiligten kriegsführenden Staaten (darunter die Bundesrepublik Deutschland) vorgeschossen, d.h. im Grund erstattet werden.

Gleichzeitig werden weltweit „Sozialstaaten“ und Arbeitsplätze abgebaut, Studiengebühren durchgesetzt, wachsendes Massenelend provoziert usw, wogegen weltweit Menschen, wenn sie sich trauen, demonstrieren.

Doch das Drogenkapital ist offenbar so mächtig, dass es letztes Jahr sogar den allgemeinen Crash des weltweiten Finanzsystems aufhalten konnte.

Es braucht eigentlich nur eine geeignete „günstige Disponierung der öffentlichen Meinung“ zur publizistischen Abdeckung der Aktivitäten dieser „Branche“, und wie das funktioniert, bekommen wir Tag für Tag vorexerziert.

Gewiss, gewiss, das klingt ja alles wie ein „Krimi“, aber dummerweise spielt sich dieser Krimi nicht in einer fiktionalen Welt ab, wo „böse“ „Verbrecher“ einerseits und „gute“ Polizeifunktionäre und ehrbare Bürger andererseits einander gegenüber stehen (wobei dort seltsamerweise „das Gute“ stets über „das Böse“ siegt, ohne es aber wirklich vernichten zu können), sondern in einer realen Welt, wo eben „gute“ (legale) und „böse“ (illegale) Kapitalisten gar nicht unterschieden werden können, weil sie in der Praxis meistens völlig identisch sind.

Aber Suggestion funktioniert ja am besten mit Feindbildern.

Das Phantom „Taliban“ muss dafür herhalten.

So funktioniert es auch ganz trefflich im Fall Afghanistan. Die unvermeidlichen bewaffneten Reibereien und Scharmützeln zwischen den verschiedenen erbittert konkurrierenden Drogenbaronen mit ihren Privatmilizen, der lokale Widerstand der Bevölkerung sowohl gegen Drogenlords als auch Besatzung, das alles wird hervorragend insgesamt als „Kampf gegen die Taliban“ ausgegeben.

Die 1995 von CIA und ISI aufgestellte „radikalislamischen“ Taliban sind längst zu einem bloßen Ettikett geworden, das jeder beliebigen Militäraktion in dieser Region angeheftet werden kann.

Getötete Menschen aller Art sind dann eben „Taliban“, und wenn die Lüge zu monströs wird, dann wird dann mal für eine Weile eine „Affäre Kundus“ daraus.

So wurde das bewaffnete Vorgehen gegen widerständige Usbeken in Nordafghanistan auch schon als Bekämpfung von „Taliban“ ausgegeben, obwohl die Usbeken unter ihrem (unterdessen kalt gestellten) Warlord Dostum geschworene Feinde der Taliban waren.

Aber wer weiß das schon und kann solchen Unsinn auf Anhieb durchschauen?

Wenn alles nichts hilft, wird auch die Phantom-Organisation „Al Qaida“ aus der Mottenkiste gezogen. Al Qaida war niemals etwas anderes gewesen als eine Terrororganisation der CIA und später der Label für False-Flag-Operationen diverser Geheimdienste (wobei sich jeder „Dienst“, versteht sich, seine „eigenen“ Al-Qaida-Gruppen unterhält).

„Nachrichten“ über Afghanistan und diese Dinge beleidigen im Grunde die Intelligenz eines jeden Menschen, der auch nur halbwegs eine Ahnung von der Geschichte und Kultur des Landes hat.

Aber die Lüge wird eben unsichtbar, wenn sie riesengross wird und alle Mainstreammedien im Lande in trauter Eintracht die gleiche gefilterte Sicht vermitteln.

Eigentlich müsste ja eine massive Aufklärungskampagne über diese Hintergründe laufen.

Entsetzten und Empörung ist gewöhnlich die Reaktion von Menschen, wenn sie diese Zusammenhänge wirklich begreifen. Das ist eben die Agonie des Kapitalismus.

Die nach wie vor offizielle Kriegslüge, dass die „Afghanistan-Mission“ der NATO eine Reaktion auf den 11.9.2001 gewesen wäre, wird ja längst nicht mehr aufgetischt, aus Angst, 911 könnte wieder ins Gespräch kommen. Und das, obwohl jede nähere Beschäftigung mit diesem Ereignis von imperialistischen „mind building“ – Apparaten als „Verschwörungstheorie“ tabuisiert wurde, ein teilweise erfolgreiches assoziatives Suggestionsmuster, das immerhin auch schon weiten Teilen der sogenannten Linken ins Hirn geschissen wurde.

Aber wie schauts denn nun aus mit der offenkundig engen Verknüpfung zwischen Afghanistan-Krieg und den Interessen der weltweiten Drogenindustrie?

Gewiss kann man darüber spekulieren, wie genau die enge Verzahnung zwischen den afghanischen Drogenbaronen, der Karzai-Regierung, den Militärstäben der Besatzungstruppen (darunter der Bundes“wehr“), den afghanischen Marionettentruppen, den halblegalen bis geheimen Apparaten (die den Stoff-Export organisieren), den Drogendealern in den Bahnhofsunterführungen, den schamlos lügenden Politikern in der Bundesregierung, den ihnen vielfältig sekundierenden Führern von „Oppositionsparteien“, den 200 über die „öffentliche Meinung“ bestimmenden Medienchefs und letztlich den Projektleitern in diversen Public Relation Agenturen letztlich genau funktioniert.

Und ob den einzelnen Beteiligten dabei, wozu ja immerhin unser gesamter Regierungsapparat gehört, die eigene Rolle in diesem Scheißspiel überhaupt klar ist.

Darüber kann man gewiss im Einzelfall Theorien bilden.

Aber vollkommen unstreitig und unübersehbar ist es, dass es diese Verzahnungen gibt.

Und ebenso unstreitig und unübersehbar ist es, dass die verschiedenen Nutzniesser dieser Verzahnungen alles in ihrer Macht stehende tun werden, um genau diese Verzahnungen zu vertuschen.

Unsere Bundesregierung als williger Komplize der weltweiten Heroinindustrie?

Gerade deswegen ist und bleibt es richtig und wichtig, den sofortigen und bedingungslosen Abzug der Bundeswehr aus ihrer Teilnahme an diesem dreckigen Geschäft zu fordern.

Aber:

„Durch den universalen Betrug wird jedes Benennen der Tatsachen zum revolutionären Akt!“ (George Orwell)

Mazdak

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Wednesday, December 16, 2009

Massnahmen gegen die Israelofaschisten

Dass mit dieser “Bewegung” nicht zu spassen ist, wurde spätestens im Dezember 2009 deutlich, nachdem diese am 13.12.2009 immerhin 300 Personen zu einer Demonstration in Hamburg zusammenbrachte.

Zuvor hatte schon im Oktober ein Mob dieser “Bewegung” versucht, eine Veranstaltung im Frankfurter Cafe Voltaire zu verhindern.

Die “Bewegung” bekommt reichlich Schützenhilfe von Seiten des links maskierten Teils der konzerngesteuerten Massenmedien.

Diese “Bewegung” aber als “Antideutsche” zu bezeichnen ist ist mehrerlei Hinsicht irreführen und nicht angesagt, denn sie ist ganz offensichtlich mit den Interessen des Mainstreams der deutschen Eliten eng verbunden. Die Bezeichnung rührt aus einer Zeit, wo diese “Frontorganisationen” sich mit einer vorgeblichen Opposition gegen neue Grossmachtinteressen des wiedervereinigten Deutschland Anfang der 90er Jahre maskierten.

Ihre Verflechtung mit den israelischen Faschismus eines Avigdor Liebermann sind allerdings gar zu offensichtlich, die Trolle der sogenannten Sturmann-Brigaden geben sich gern als “antifaschistische” “Antideutsche” aus.

Ein Zusammenhang mit dem regelmäßigen “Troll-Befall” linker bis linksliberaler Medien liegt nahe.

Seit 1991 existiert diese “Bewegung” also schon und gemessen daran sind die Erfolge nach 18 Jahren mit 300 Demonstranten relativ bescheiden.

Doch die Blindheit der traditionellen Linken gegenüber dieser offensichtlich apparategesteuerten “Bewegung” ist eminent, obwohl die Tatsache der Apparatesteuerung erwiesen und dokumentiert ist.

So gelang es einem Mitorganisator des “linken SA-Überfalls auf das Cafe Voltaire sogar, einen in typischem “antideutschen” Dukturs gehaltenen Artikel in der Linken Zeitung zu positionieren; es heisst, der verantwortliche Redakteur sei ehrlich davon überzeugt gewesen, es mit “Linken” zu tun zu haben.

Israelofaschismus

Zunächst einmal möchte ich den Begriff “Israelofaschismus” in die Diskussion einführen, da dieser Begriff deutlicher macht als jeder andere, worum es eigentlich geht. Es handelt sich eben nicht um “Antideutsche”, sondern wenn schon um “Anti”-Deutsche, und um Linke schon gar nicht. Auch Ausdrücke wie “Sharon-Rechte” oder “linke Neokonservative” sind nur Ettiketten, die versuchen, die Sache auf den Punkt zu bringen, ohne auf die Selbstmaskerade der “Bewegung” hereinzufallen.

Eine apparategesteuerte Bewegung aber, die »Straßenkampf in Ramallah – die Panzer sind die Antifa« oder “IDF – USA – Auf die Fresse – Antifa” zu ihren Losungen zählt, ist mit israelofaschistisch allein deshalb schon korrekt bezeichnet, weil ja nicht die “Bananenrepublik Deutschland” (politisch ein den USA vollkommen höriger Vasallenstaat) als – positiver oder negativer – ideologischer Bezugspunkt herhalten muss, sondern eben der rassistische Terror- und Kolonialstaat Israel.

Aber warum ist es auch sinnvoll, diese “Bewegung” als faschistisch zu charakterisieren?

Dazu ein kurzer Rückgriff auf die Geschichte des Faschismus.

Merkmale des Faschismus

Ich teile nicht die manchen Lesern vielleicht bekannt  Definitione Dimitroffs, nach der Faschismus die Herschaft der reaktionärsten Teile des Kapitals bedeuten würde. Die Herschaft der reaktionärsten Teile des Kapitals muss nicht unbedingt Merkmale des Faschismus haben (Dimitroff versuchte durch diese Definition auch die Stalinsche Volksfrontkonzeption des Bündnisses mit “fortschrittlichen” Kapitalistenfraktionen zu rechtfertigen).

Ich halte mich an die Empirie, und wenn schon an die Faschismustheorie Leo Trotzkis.

Bleiben wir bei der Empirie.

Faschistische Bewegungen wurden immer unter beträchtlichem Aufwand an Geld und Ressourcen von den herrschenden Eliten aufgebaut. Das galt für die deutsche NSDAP, die italienischen Schwarzhemden und auch für die spanische Falange.

Dann, und das ist wichtig, entstanden diese Bewegungen von ihrem Potential entweder aus rechten Strömungen der Arbeiterbewegung selbst ( die italienischen Schwarzhemden kamen aus der italienischen Sozialistischen Partei, Mussolinis Vater war ein radikaler Sozialist gewesen) oder die kopierten Formeln, Losungen, Symbole der Arbeiterbewegung ( die NSDAP klaute die rote Fahne, nannte sich “sozialistisch” und “Arbeiterpartei”; die spanischen “Juntas der nationalsyndikalistischen Offensive” JONS klauten die schwarzrote Fahne der Anarchosyndikalisten und nannten sich auch Syndikalisten).

Leo Trotzki machte darüber hinaus für den deutschen Faschismus auch noch aus, dass es sich um eine Massenbewegung des durch die Inflation ruinierten Kleinbürgertums handelte, dessen Aufgabe es war, als Rammbock die Organisationen der Arbeiterbewegung zu zerstören. Hierbei bezog er sich ausdrücklich auch auf die SA, deren Hauptaufgabe darin bestand, Veranstaltungen von KPD, SPD, Gewerkschaften zu terrorisieren.

Natürlich muss man acht geben mit der Verwendung solcher Begriffe  wie Faschismus, auch vor allem deswegen, dass sie oft missbräuchlich und inflationär verwendet werden. So gehen ja übrigen genau die “Antideutschen” vor (die ich lieber als Israelofaschisten bezeichnet sehen möchte), etwa wenn die Zweifler an 911 aufgrund von haarsträubenden Kosntrukten als “strukturell faschistisch” bezeichnen (was Angst machen, erschrecken, terrorissieren und letztlich von Beschäftigung mit 911 abhalten soll).

Merkmale von Faschismus können also sein:

- radikalisierte kleinbürgerliche Massenbewegung, die aber von Teilen der Elite diskret gesteuert wird(1)

- Übernahme von Symbolen, Teillosungen, Formeln, Zeremonien der Arbeiterbewegung und der Linken und deren Verkehrung in ihr Gegenteil (2)

- gewaltsames militantes Vorgehen gegen Organisationen und Institutionen der Arbeiterbewegung, der Linken (3)

als viertes Merkmal könnte man noch hinzufügen:

- die ideologische Ausrichtung auf irgendeine völkisch oder quasi völkisch definierte Suprematie, also die Definition von “Herrenmenschen” und “Untermenschen”(4)

Wir haben also 4 mögliche Merkmale von Faschismus herausgearbeitet.

Prüfen wir die Tauglichkeit dieser Definition.

- auf den deutschen Nationalsozialismus treffen alle vier Merkmale voll zu

- auf den italienischen Faschismus treffen nur drei Merkmale voll zu, das vierte (völkische Suprematie) nur bedingt. Mussolini ordnete sich zwar dem Hitlerschen Arierwahn unter, hatte ihn aber selbst nicht entschieden betrieben bis 1940.

- auf den spanischen Faschismus (Falange) treffen sogar nur zwei Merkmale voll zu, nämlich 2 und 3, während 1 und 4 nur sehr bedingt zutreffen. Die Falange war nur in sehr wenigen Regionen Spaniens eine wirkliche Massenbewegung (z.B. in Navarra), und mit völkischem Wahn hielten sich die Francisten weitgehend zurück, da er keine Vorteile für sie brachte.

- auf den französischen Vorkriegsfaschismus (croix de feu) treffen zwei Merkmale voll zu, 1 und 4, 2 gar nicht und 3 nur bedingt (die französische Arbeiterbewegung war einfach zu stark, da half nur noch die Volksfront). Die faschistoide Vichy-Regierung entsprach als gewöhnliche Militärdiktatur nur den Punkten 3 und 4. Der französische Nachkriegsfaschismus hat meistens die Merkmale 1 und 4, während 2 und 3 schwächer ausgeprägt sind.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass die vier Merkmale des Faschismus also nur auf den deutschen Nationalsozialismus voll zutreffen. Selbst auf den Namensgeber des Begriffs Faschismus, dem italienischen Faschismus, treffen nur drei Merkmale voll zu. Allerdings wird auch die spanische Franco-Diktatur (Falange-Bewegung plus Militärputsch) als faschistisch bezeichnet und bezeichnete sich ja auch selbst so.

Sagen wir also mal, dass mindestens zwei Merkmale voll zutreffen müssen, und andere wenigstens teilweise, damit wir ernsthaft von faschistisch bis faschistoid sprechen können.

Faschismusartige Bewegungen nach dem 2. Weltkrieg

Wir sind uns sicher einig, dass wir also nicht jede gewöhnliche Militärdiktatur oder korrupte Regierung von Drogenbaronen als faschistisch bezeichnen wollen. Es müssen mindestens zwei der genannten Kriterien voll und ein oder mehrere  teilweise zutreffen.

So könnten aus meiner Sicht  als faschistisch bezeichnet werden:

1965 der CIA-gelenkte Militärputsch in Indonesien, in dessen Verlauf eine vom Militär gesteuerte islamistische Massenbewegung die indonesische Arbeiterbewegung vollkommen zerschlug. Hier fehlte aber Merkmal 4, und 3 war nur sehr geringfügig gegeben.

Beim CIA-gesteuerten Militärputsch in Chile 1973 waren ausser 3 alle Merkmale nur geringfügig gegegen, bei aller Brutalität dieses Ereignisses.

Auf den Staat Israel treffen – wen wunderts – überraschend viele Merkmale zu, nämlich 1,2 und 4 voll, aber 3 nur im Falle der palästinensischen Minderheit (verständlich, da dieser Staat nach aussen eine demokratische Maskerade braucht und seine faschistische Massenbewegung stark genug ist, braucht es die Zerschlagung z.B. der israelischen Linken nicht). Wenn wir aber unsere obige Definition anwenden, dann müssen wir Israel tatsächlich als einen faschistischen Staat kennzeichnen.

Ein anderes Beispiel. In Japan terrorisierte eine formell “linksextreme” Gruppe namens Kakumaruha jahrzehntelang die japanische Neue Linke. Diese Organisation bezeichnet sich selbst als “revolutionär marxistisch”, arbeitete aber als Knüppelgarde z.B. für Gewerkschaftsbürokratien. Diese Gruppe wird wegen ihres brutalen Vorgehens gegen alle anderen linken Gruppen 1973-1990 von diesen als faschistisch bezeichnet, da es Dutzende von Toten dadurch gab. Von den Merkmalen ist 1 wenig zutreffend, da es sich nicht um eine Massenbewegung handelte und eine staatliche Lenkung bis jetzt nicht nachgewiesen werden konnte, 2 und 3 treffen voll zu und 4 (wenn man den Aussagen der anderen Gruppen glauben darf) zumindest teilweise. Hm. “Grauzone”.

Noch ein anderes Beispiel. Sri Lanka. Die JVP ist die Janatha Vimukthi Peramuna in Ceylon, bezeichnet sich selbst als “guevaristisch”, ist aber führend in der rassistischen Hetze gegen die tamilische Minderheit (tat sich da auch schon durch Gewaltaten z.B. im Rahmen des Schwarzen Juli hervor, woran allerdings auch die KP beteiligt war) Hier zählen alle genannten Merkmale teilweise, zumindest 2 und 4 voll.

Wie schauts aus mit der NPD? Die NPD befindet sich weitgehend unter Kontrolle von VS-Agenten (Merkmal 1), ist aber keine Massenbewegung; sie übernimmt antiimperialistische Losungen, verdreht sie aber ins Völkisch-Nationalistische (Merkmal 2); sie fällt unternimmt wenig offensive Aktionen gegen linke Organisationen und scheint eher als Schiessbudenfigur zur “antifaschistischen” Legimitierung der Eliten herzuhalten (Merkmal 3); ihre Suprematie-Ideologie  kaschieren sie eher als sie offensiv zu vertreten, wobei eine Fixierung auf eine jüdische Weltverschwörung zumindest erkennbar ist (Merkmal 4). Sagen wir, dass alle vier Merkmale zumindest teilweise vorhanden sind.

Sind die Israelofaschisten faschistisch?

Wenden wir unser aus 4 Punkten bestehendes Merkmalssystem nun auf diese “antideutsch” oder “israelsolidarisch” genannte bewegung an. so kommen wir zu folgendem Ergebnis.

Merkmal 1 (radikalisierte kleinbürgerliche Massenbewegung, die aber von Teilen der Elite diskret gesteuert wird) trifft teilweise zu, aber nur deswegen teilweise, weil auch eine Bewegung von 300 Schlägern noch nicht “Massenbewegung” genannt werden kann.

Merkmal 2 (Übernahme von Symbolen, Teillosungen, Formeln, Zeremonien der Arbeiterbewegung und der Linken und deren Verkehrung in ihr Gegenteil) ist in vollem Maß gegeben. Das ist ja genau das, was bei dieser Strömung am meisten auffällt.

Merkmal 3 (gewaltsames militantes Vorgehen gegen Organisationen und Institutionen der Arbeiterbewegung, der Linken) ist mittlerweile gegeben und dieses Merkmal scheint an Bedeutung zu gewinnen. Diese “Strömung” hat bewiesen, dass sie jede aggressive Aktion mit  pseudolinken Phrasen rechtfertigen kann.

Merkmal 4 (die ideologische Ausrichtung auf irgendeine völkisch oder quasi völkisch definierte Suprematie, also die Definition von “Herrenmenschen” und “Untermenschen”) ist in vollem Umfang gegeben, die Völkermordhetze speziell gegen die Palästinenser hat längst jede Schamgrenze überschritten.

Es ist also keine polemische Übertreibung, von den “Antideutschen” bzw “Israelsolidarischen” als Faschisten, also als Israelofaschisten zu sprechen.

Haben wir das nun geklärt?

Denn dann müssen wir uns wirklich ernsthaft Gedanken machen.

Merkmale des Israelofaschismus

Im Rahmen dessen, dass der Israelofaschismus die allgemeinen Merkmale für eine faschistische Bewegung weitgehend erfüllt, ist er durch folgende besondere Merkmale charakterisiert:

- ein durchgängig rassistische Haltung gegenüber Arabern, islamischen Völkern und speziell den Palästinensern einschließlich Unterstützung von Völkermord.

- eine “antifaschistische”, teilweise auch abstrus pseudomarxistische  Phraseologie.

- Verwendung “linken” Vokabulars bei gleichzeitiger völliger inhaltlicher Entkernung derselben. Allgemein eine völlig inhaltsleere “linke” Maskerade.

- jede noch so geringfügige “Kritik” am Staat Israel wird als “antisemitisch” deklariert.

- oppositionelle Juden innerhalb und ausserhalb Israels werden “psychologistisch” als “selbsthassende Juden” beschimpft.

- offenkundig beste Beziehungen zu den Eliten vor allem in den konzerngesteuerten Medien. Besonders die Linkspartei und “linksliberale” Presseorgane wie etwa die TAZ sind mit ihrern Unterstützern durchsetzt.

- massive Unterstützung im Internet durch “Trolle”, die mit Sicherheit vom israelischen Aussenministerium, wahrscheinlich aber auch durch diskretere Geldgeber über diverse “Public Affairs” – Institute.

- eine geschickte publizistische Strategie, gegen Kritiker imperialistischer Konspirationen als “Verschwörungstheoretiker” vorzugehen, wobei der CIA-Kampfbegriff  “Verschwörungstheorie” mit “Illuminaten”-Legenden und “jüdischer Weltverschwörung” gleichgesetzt wird.

- sichtlich von Public Relation Spezialisten entwickelte Konzepte, wonach Kritik an den kapitalistischen Eliten (“personalisierte Kritik”) mit Antisemitismus gleichgesetzt wird.

- im Einzelfall die Bereitschaft, auch mit äusserster Militanz gegen linke oder auch nur radikal-demokratisch-kritische Veranstaltung gewaltsam vorzugehen (wobei die publizistische Bedeckung durch konzerngesteuerte Medien stets sicher ist).

Die “Mannschaftszahlen” dieser “Bewegung”, wir erwähnten es bereits, sind noch vergleichsweise gering, konnten aber im Einzelfall schon die der betroffenen Gegner schon übertreffen.

Hierbei stellen einzelne Sektoren der sogenannten “Antifa”-Gruppen, so sich sich unter Einfluss dieser apparategesteuerten Bewegung befinden, das “Fussvolk” bei gewalttätigen Einsätzen. Das politische Bewusstsein und der Bildungsgrad in manchen dieser Gruppen ist niedrig genug, dass sich fast jede gewalttätige Aktion mit “antifaschistischer” Phraseologie verargumentieren lässt.

Gehen wir auch noch davon aus, dass einzelne Teile des “autonomen Spektrums”, wie sich in Heiligendamm ja eindeutig herausstellte, fest unter Kontrolle von staatlichen Apparaten durch berufsmäßige Provokateure befinden – wir müssen einfach der Wahrheit ins Auge blicken -, dann müssen wir davon ausgehen, dass diese “Bewegung” zu Zukunft auch zu noch aggressiveren Akten in der Lage ist als bisher.

Diese Angriffe werden in der bisher bewährten Weise wieder unter “antifaschistischer” Phraseologie stattfinden und in den konzerngesteuerten Medien dann als “Sektiererischer Streit unter linken Sekten” verkauft werden. Das war bis jetzt erfolgreich und es wird von den Regisseuren solcher Akte also auch ziemlich sicher weiter angewendet werden.

Zwar ist es bis jetzt noch nicht dazu gekommen, dass etwa ein Arbeiterstreik durch israelofaschistische Scabs unter dem Vorwand, “Antisemitismus” “ausmerzen” zu wollen, angegriffen wurde, aber das liegt vielleicht nur daran, dass es bei uns noch so wenig Streiks gibt. Ich gehe davon aus, dass entsprechende Konzepte schon in den Schubladen liegen.

Es ist ist sinnvoller, z.B. einen besetzten Betrieb durch “linke” “israelsolidarische” Knüppeltrupps angreifen zu lassen als etwa durch NPD-Leute.

Die herrschenden Eliten haben einfach seit 1933 dazugelernt, das muss man einfach sehen.

Die offensichtliche “Counter-Insurgency”-Strategie, eine nominell “linke” militante Bewegung aufzubauen, die sich im Zweifelsfall gegen jede missliebige Strömung auf der Linken richten lässt, ist ja wirklich “sophisticated”, wirklich raffiniert. Sie ist nicht neu (der niederländische Geheimdienst gründete in den 70er Jahren in Holland sogar eine maoistische Partei, die dann sogar – April, April – finanzielle Mittel auch der VR China bekam), sie ist prinzipiell auch durchschaubar, wenn man etwa die COINTELPRO – Programme des FBI kennt, aber die “linken Avantgarden” in Deutschland sind ganz offenkundig in keiner Weise auf so etwas vorbereitet, weil es offenbar völlig ausserhalb ihres Vorstellungsbereiches ist.

Was tun?

Ja, was tun. Die Hauptgefahr, die von der israelofaschistischen Bewegung ausgeht, ist ja die, dass sie nicht als das erkannt wird was sie ist.

In den 70er und 80er Jahren waren ja sektiererische Streitigkeiten zwischen den verschiedenen linken Organisationen auch normal. Israelofaschisten schaffen es mit relativ wenig Tarnung in allen möglichen Szenen und Organen als “Linke” durchzugehen, weil mehr als die Selbstitulierung dazu nicht notwendig ist.

Auch hat sich durch die Erfahrung des Dritten Reiches der “Antifaschismus” so verselbständigt, dass er für die Zwecke der Eliten beliebig benutzbar ist.

Möglicherweise hat es auch schon “Anti-Nazi-Aktionen” gegeben, bei denen auf beiden Seiten (“antideutsche” Antifa versus “Nationalrevolutionäre” ) die Kollegen vom Staatsschutz die Sache fest unter Kontrolle hatten und einen großen Spaß dabei hatten. Ein solches Szenario ist wahrscheinlicher als viele glauben.

Erstens: begreifen, dass Israelofaschisten die Linke atomisieren und zerschlagen wollen und sollen

Dies sollte nach Lektüre dieses Artikels kein Problem mehr darstellen.

Zweitens: Israelofaschisten identifizieren und lokalisieren

Israelofaschisten sind keine Linke, sondern geschworene Feinde der Linken. Jüdische Kritiker des Staates Israel sind inzwischen so zahlreich, dass keine Scheu notwendig ist, um in diesem Punkt die Gretchenfrage zu stellen. Wer nicht mindestens die Aufhebung der (weltweit derzeit einzigen) militärischen Besetzung der 1967 besetzten Gebiete in Palästina befürwortet (unabhängig davon, ob man das für ausreichend hält), der ist kein Linker, basta. Hilfsweise: wer nicht zu den Positionen der israelischen Linken, etwa der Shimisdim-Wehrdienstverweigerer steht, der ist kein Linker. Basta.

Leute, die damit hausieren gehen, dass sie “faschistische Verschwörungstheorien” “entlarven” wollen, genau unter die Lupe nehmen. Wie stehen sie denn zu 911? Halten sie eine öffentliche Debatte darüber für sinnvoll, auch über die technischen Fakten, oder erklären sie allein schon dieses schlichte Ansinnen zu einer Verschwörungstheorie? In diesem Bereich ist wichtig zu wissen, dass Israelofaschisten ihre politische Identität gemeinhin tarnen, um ihre Propaganda unter die Leute bringen zu können (ein besonders deutliches Beispiel dafür ist “Faschismus 2.0″).

Leute, die damit hausieren gehen, dass sie “Antisemitismus” und “Neonazis” bekämpfen wollen, genau unter die Lupe nehmen. Wer das unter Israel- und USA-Fahnen tun will, ist leicht zu identifizieren. Aber es gibt auch apparategesteuerte Gruppen, die vor allem ausserhalb des erklärt politisch faschistischen Lagers auf “Faschistensuche” gehen und mit abenteuerlichen Konstrukten auch Gesundheitsapostel (Veganer usw), Neuheiden  und konfuse ökologistische gesellschaftliche oder auch einfach nur radikaldemokratische oder medienkritische Bewegungen, oder auch Antiimperialisten in die faschistische Ecke stellen wollen. Der Zweck dieses Vorgehens ist es, Angst zu erzeugen gegenüber einem “antfaschistisch”-proisraelisch-proamerikanisch-prokapitalistischen Mainstreamkonsens, der so durchgesetzt werden soll (und zu der nach dem Willen der “hohen Herren” auch eine zahn- und kraftlose “Linke” gehören soll, versteht sich, damits demokratisch aussieht).

Leute, die in den erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten der Web 2.0 auch nur “rechte” Konspiration sehen wollen, sind auch verdächtig, eigentlich nur die Interessen der großen Medienkonzerne gegen die Bevölkerung durchzusetzen.

Drittens: Israelofaschisten aus ausnahmslos allen linken Zusammenhängen konsequent ausschliessen

Es gibt keine andere Möglichkeit. Israelofaschisten müssen genau so behandelt werden wie die marginalen Vertreter einer “jüdischen Weltverschwörung”, einer “Wiedererrichtung des deutschen Reiches” oder ähnliches. Dabei sind die Israelofaschisten aktuell sogar die größere Gefahr.

Israelofaschisten dürfen keinen Platz haben in linken Medien. Es lässt sich einfach begründen: sie haben genug andere und eigene Publikationsmöglichkeiten.

Es ist auch wenig sinnvoll, “Aktionseinheiten” mit Israelofaschisten einzugehen, auch nicht gegen die NPD. Oder demonstrieren wir etwa gemeinsam mit der NPD unter der (an und für sich richtigen) Losung “USA- internationale Völkermordzentrale”? Eine Antifa-Aktion beispielsweise unter Israel- und US-Fahnen ist einfach keine Antifa-Aktion, sondern eine israelfaschistische Aktion.

Was das massive Auftreten israelofaschistischer Trolle betrifft, so ist im Zweifelsfall dazu zu raten, sie eben auch als Trolle zu behandeln. Dont feed the Troll. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass man mit israelofaschistischen Trollen nicht diskutieren kann. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es, Diskussion zu zerstören.

Drittens: Verteidigungsmaßnahmen treffen

Ich prognostiziere hiermit die künftige Zunahme israelofaschistischer Attacken, und zwar gewaltsamer, auf linke Veranstaltungen und Versammlungsplätze, möglicherweise auch auf Einzelpersonen. Drohmails von israelofaschistischer Seite kennen ohnehin die meisten, die selbst Blogger sind.

Antifaschistische Verteidigung bedeutet, die Versuche zur Störung oder Auflösung linker Veranstaltungen zurückzuweisen, zunichte zu machen.

Dies erfordert auch, sich Gedanken darüber zu machen, ein sinnvolles Ordnersystem zu entwickeln. Es erfordert auch, sich gegenseitig zu unterstützen, wann immer wer angegriffen wird.

In der derzeitigen politischen Konjunktur wird es kein Haufen NPDler wagen, offen eine linke Veranstaltung anzugreifen (das kann sich irgendwann ändern, gewiss). Aber die Israelofaschisten können es wagen und sie haben im Zweifelsfall die geballte Macht der konzerngesteuerten Medien hinter sich.

Das muss bei einer Verteidigungsstrategie berücksicht werden.

Noch ist die israelofaschistische Bewegung klein, aber in ihre Entwicklung werden gewaltige Geldmittel gesteckt. In der Linkspartei – was immer man von ihr halten mag – ist eine systematische Unterwanderungsstrategie der Israelofaschisten zu bemerken. Wer immer Mitglied der Linkspartei ist und sich nicht den Israelofaschisten unterwerfen will, muss Gegenmaßnahmen treffen.

Denn ganz allgemein gesprochen, bei aller zur Schau getragenen Feindseligkeit der herrschenden Eliten haben sie schon lange begonnen, Schlüsselpositionen in der Partei mit ihren Vertrauensleuten zu besetzen, damit die Partei auch dann ihren Absichten gegenüber gefügig ist, wenn sie stärker werden würde.

Das wären also sinnvolle Maßnahmen gegen die Israelofaschisten.

Mazdak

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Dieser Artikel steht unter CC Common License und darf ohne Rückfrage frei verbreitet und in andere Blogs übernommen werden, wenn er ungekürzt und mit Quellenangabe (http://mazdakblog.blog.com/2009/12/16/massnahmen-gegen-die-israelofaschisten/) veröffentlicht wird.

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Thursday, May 14, 2009

Der Opiumkrieg der Bundeswehr

“Wer sind eigentlich die Taliban?” war das Thema meines letzten Artikels zum Thema Afghanistan, mit dem ich die mediale Suggestion erschüttern wollte, wonach die Bundeswehr als verachtenswertes Anhängsel einer internationalen Verbrecherorganisation (der US-Armee) gegen einen organisierten und zusammenhängenden Feind kämpfen würde. Tatsächlich aber ist die Bezeichnung “Taliban” eine summarische Bezeichnung von allen Kräften, die in irgendeiner Weise renitent gegenüber den Besatzern sind. Was von den  Medien als “Taliban” bezeichnet wird, hat mit den historischen Taliban im Einzelfall überhaupt nichts mehr zu tun.
“Taliban” hat für die mediale Lügenmaschinerie den gleichen Stellenwert wie “Satan” für die christliche Mythologie: es wird unterschiedlos alles damit bezeichnet, was nicht ins Konzept passt, ausgegrenzt, vertilgt werden soll.
In diesem Zusammenhang warf ich auch am Rande die Frage auf, wozu und wofür dieser Krieg in Afghanistan überhaupt geführt wird.
Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Sie ist doch interessant, oder?

Widmen wir uns dieser Frage nun einfach.
Ich will auch nicht lange um den entscheidenden Punkt herumreden und Sie nicht auf die Folter spannen. Vielleicht haben Sie auch schon nach den wahren Motiven dieser neokolonialen Invasion geforscht, da die Erklärung, es ginge um die Rechte und die Freiheit der afghanischen Mädchen und Frauen, beim besten Willen nur von vollkommenen Blödianen geglaubt werden kann, die am Ende auch noch an den Weihnachtsmann glauben und nicht wissen, dass der Weihnachtsmann ein Werbegag von Coca Cola ist (wie, das wissen sie NICHT? Dann wirds aber Zeit!).

Manche haben gewisse Bodenschätze (etwa Kupfer) für den wahren Grund des Kolonialkrieges der “westlichen Welt” (kotz) gehalten oder etwa irgendwelche obskuren Pipeline – Projekte, aber nichts davon scheint so triftig zu sein wie der Anbau von Schlafmohn.

Schlafmohn?
Ja, Schlafmohn. Oh, es ist keineswegs so, dass Schlafmohn nur in afghanischen Breitengraden gedeiht. Schlafmohn gedeiht auch in Ihrem Schrebergarten, liebe Leser, und wenn Sie die Mohnknospen anritzen, dann quillt auch bei Ihnen eine braune Paste, das Rohopium, hervor.

Aus Schlafmohn wird dann nach einiger Bearbeitung Heroin hergestellt.

Wie? Was? Will dieser Mazdak uns nun weismachen, dass die Bundeswehr einen Opiumkrieg in Afghanistan führt?

Gemach, ich ziehe mir dergleichen nicht aus den Fingernägeln.

Ich verweise auf den Blog steinbergrecherche.com, der den afghanischen Politikwissenschaftler Dr Matin Baraki mit folgenden Aussagen zitiert:

  • Fast alle Verbrauchsgüter in Afghanistan werden importiert; einziges Exportprodukt ist der Saft des Schlafmohns zur Produktion von Opium und Heroin. (Soviel grundsätzlich zur “Aufbauhilfe” eines “demokratischen Afghanistan”)
  • Nominelle Regierung und Warlords sind Teil der Opiummafia. (Damit ist Afghanistan ein Parallelfall zu Kolumbien, das de facto auch von der dortigen Drogenmafia regiert wird).
  • Die Mafia läßt in Kabul Häuser mit europäischem Standard bauen und vermietet sie zu schwindelerregenden Preisen an die ausländischen Mitarbeiter der Nicht-Regierungsorganisationen. (Soviel zu der Frage, wozu die immensen Gelder, die das “Afghanistan-Engagement” verschlingt, denn hinwandern. Sie dienen offensichtlich direkt oder indirekt der Subventionierung des Drogenhandels).
  • Die Nicht-Regierungsorganisationen beauftragen ausländische Firmen mit Aufbaumaßnahmen; die meisten Afghanen sind arbeitslos.
  • Afghanische Akademiker verdingen sich bei den Nicht-Regierungsorganisationen als Putzhilfen oder Fahrer. (Das kann man wahre “Aufbauhilfe” nennen, das
  • Für Landeigner (Bauern) lohnt nur der Anbau von Mohn.
  • Nicht-Regierungsorganisationen verbitten sich militärischen Beistand: Er würde sie in Todesgefahr bringen. (Soviel zu der Lüge, das NATO-Militär müsste die NGOs bei ihrer “Aufbauhilfe” “schützen”. Angeblich soll die Bundeswehr in Afghanistan ja Mädchenschulen beschützen).
  • Die Bundeswehr auf afghanischem Boden ist ausschließlich mit sich selbst beschäftigt (Gelegentlich schiesst sie natürlich auch – aber auf wen?).
  • Eine Organisation namens Al Qaida gibt es nicht.  Hunderte oder Tausende Gruppen und Grüppchen im Orient werden vom Westen so genannt. Manche nennen sich selber so. (Das ist letztlich auch die wirkliche Antwort auf die Frage: wer sind eigentlich die “Taliban”? “Taliban” ist offenkundig eine summarische Bezeichnung aller Kräfte in der afganischen Bevölkerung, die gegenüber diesem ganzen schmutzigen Spiel gegenüber renitent sind. Al Qaida gibt es nicht, gab es nie, und die “Taliban” haben mit den historischen Taliban wenig zu tun).

Die Aussagen von DR Matin Baraki stehen nicht allein.
Warum führt die Bundeswehr eigentlich Krieg in Afghanistan. Und gegen wen? Und wozu?
Diese und viele andere Fragen, zurückgehend bis 1945, beantworten sich auf verblüffende Weise, wenn man die Fakten kennt, die Peter Dale Scott (früherer kanadischer Diplomat und Professor an der University of California) auflistet.

Lesen Sie diese längere Artikelserie auf hintergrund.de, das macht klug!
Sie werden es nicht bereuen!

Sind diese Fakten Ihnen wirklich neu, liebe Leser?

Dann sollten Sie auch die Artikel des Blogs mein-parteibuch.com dazu lesen:

Ach, erinnern Sie sich noch an den “Vietnam-Krieg”?

Damals war “das Goldene Dreieck” das wichtigste Schlafmohnanbaugebiet der Welt.
Und siehe da, was kommt Jahrzehnte später so alles zum Vorschein?
Die CIA führte einen verdeckten Krieg nicht nur in Vietnam, sondern auch im neutralen Laos und finanzierte die entsprechenden Söldnerheere mit Drogengeldern.
Damals nahm das “Goldene Dreieck” die Rolle Afghanistans ein und lieferte 80-90 % des “Weltbedarfs” an Heroin.

Nochmals die Frage: kann es sein, dass die Bundeswehr nur zum Schmiere stehen für die Heroinproduktion der CIA (und anderer Apparate) in Afghanistan im Einsatz ist. Ist diese These nicht zu abstrus?

Wem kritische Blogs zu obskur erscheinen, der kann die Wahrheit ja auch in den gängigen Medien manchmal hervorblitzen sehen, wie etwa im Tagesspiegel.

Im vergangenen Jahr sei die Opiumproduktion weltweit um mehr als 30 Prozent auf rund 8870 Tonnen gestiegen, berichtete der Chef der EU-Beobachtungsstelle Wolfgang Götz. Fast die ganze Weltproduktion an Opium komme aus Afghanistan, wo die Ernte 2007 ein Rekordhoch erreicht habe.

Dass auch die Mitarbeiter der EU-Drogenbeobachtungsstelle berufsbedingt mit Blindheit geschlagen sind, beweist folgender Nachsatz im Tagesspiegel:

Der Drogenexperte kritisierte, dass es bisher nicht gelungen sei, den afghanischen Bauern, die vom Schlafmohnanbau leben, eine alternative Einnahmequelle zu erschließen.

Sehr witzig vom Herrn Drogenexperten. Er “kritisiert”, dass es “nicht gelungen sei”, die afghanischen Bauern vom Schlafmohnanbau abzubringen, kommt aber nicht auf den Gedanken, dass eigentlich niemand ein ernsthaftes Interesse daran haben könnte, am allerwenigsten die NATO – Besatzungstruppen.

Warum?

Nun, wir können uns sicher sein, dass diejenigen Interessengruppen, die am wenigsten am Heroinhandel verdienen, die Schlafmohnbauern einerseits und die kleinkriminellen Dealer in den Metropolen andererseits sind. Der Löwenanteil des Profits wird logischerweise im Zwischenhandel gemacht. Konkret: irgendwie kommt das Rohopium aus einem zu 100 % militärisch besetzten Land heraus, nach Europa und USA hinein und dort letztlich an den “Endverbraucher”.

Es wäre sicherlich im einzelnen zu untersuchen, wie die Verzahnung zwischen den um ihre Existenz kämpfenden afghanischen Schlafmohnbauern, der afghanischen Drogenmafia (die die Regierung stellt), den NATO – Truppen, der CIA und anderen halbstaatlichen und verdeckten Apparaten und letztlich dem Drogenhändlermilieu in den Metropolen gestaltet ist, aber sicher ist lediglich, dass es diese Verzahnung gibt.

Erstaunlich, dass trotz 100%iger Besetzung Afghanistan durch die NATO dieser Umstand wie ein Wald vor lauter Bäumen von der imperialen Presse kontinuierlich übersehen wird. Nein, nicht erstaunlich. Erstaunlich nur, dass es nicht auffällt. Oder ist es Ihnen schon aufgefallen, liebe Leser?

Glaubt man Zahlen der UN, so ist der Anbau von Mohn in Afghanistan seit der Besetzung/Befreiung (im Herbst 2001) kontinuierlich angestiegen. Die Taliban hatten Medienberichten zufolge den Anbau von Schlafmohn zuvor massiv bekämpft. Hier die Hektar-Zahlen seit 1995:

1995: 54.000 ha
1996: 57.000 ha
1997: 58.000 ha
1998: 64.000 ha
1999: 91.000 ha
2000: 82.000 ha
2001: 8.000 ha
2002: 74.000 ha
2003: 80.000 ha
2005: 104.000 ha
2006: 150.000 ha
2007: 193.000 ha

Etwa 93 Prozent der Weltproduktion von Opium stammen aus Afghanistan. 2006 hatte die Opiumernte einen Umfang von über 7.000 Tonnen (2005: 4.100 Tonnen), 2007 soll die Erntemenge ca. 8.200 Tonnen betragen. Der Marktwert dieser Menge in Heroin läge in New York nach Schätzungen von Insidern bei weit über einhundert Milliarden Dollar.

Quelle

Erhebt sich natürlich die Frage, sind den Offizieren der Bundeswehr, den Ministern im Kabinett, dem Steinmeyer und der Merkel diese Zusammenhänge bekannt oder nicht.

Sind diese Leute so strunzdumm, diese Zusammenhänge in stupider Blindheit zu übersehen, oder sind sie so bis auf die Knochen korrumpiert, dass sie sie einfach leugnen?

Ich kann Ihnen diese Fragen nicht beantworten, liebe Leser.

Fragen Sie diese Menschen doch selbst. Sie sollten das gefragt werden.

Steht die Bundeswehr in Afghanistan Schmiere für den Drogenhandel der CIA?
Ist Ihnen das bewusst?

Fragen wir sie!

<Mazdak>

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Tuesday, May 12, 2009

Wer sind eigentlich die Taliban?

Die Bundeswehr führt Krieg in Afghanistan. Wussten Sie das schon? Oder glauben Sie noch an das Märchen mit der “zivilen Aufbauhilfe”?
Nun, bleiben wir bei den Fakten. Die Bundeswehr führt Krieg am Hindukusch. Da gibt es nichts zu beschönigen.
Und die Bundeswehr führt keinen Krieg im eigenen Namen, sondern als erbärmliches, verachtenswertes Anhängsel, als eine Marionettenarmee, eine Vasallenarmee, eine Hilfstruppe im Dienst der größten organisierten Verbrecherbande der Welt, der US – Armee.
So weit so schlecht.
Aber bei jedem Krieg ist doch auch die Frage, gegen wen er geführt wird (und letztlich auch: warum?)
Gegen wen geht es also?
Na klar doch, die “Taliban”.
Liebe Leser, ich möchte jetzt nicht mich in historische Betrachtungen über die historischen Taliban ergehen.
Entsprechende Informationen können Sie sich im Internet problemlos beschaffen, z.B. sehr rudimentär bei wikipedia. Demnach waren die historischen Taliban eine vom pakistanischen Geheimdienst ISI aufgebaute reaktionäre “islamische” Organisation, die 1995 den Großteil Afghanistans unter ihre Kontrolle brachten. Hinter dem pakistanischen Geheimdienst ISI stand die mächtige weltweite Verbrecherorganisation CIA und damit der US – Imperialismus.
Diese historischen Taliban wurden 2001 durch die Invasion der USA und ihrer gefügigen Vasallen zerschlagen, weil angeblich diese Taliban hinter den Anschlägen des 11.9.2001 in New York standen. Die Urheberschaft der Taliban für die Anschläge des 11.9.2001 ist so ungeheuerlich und so abstrus, das heutzutage selbst die hartgesottensten Propagandaapparate des Imperialismus diese Lüge nicht mehr zu wiederholen wagen.

Wahr scheint indessen zu sein, dass die historischen Taliban, die ein Instrument der USA waren, sich als zu renitent und zu störrisch für die Zwecke des Imperiums erwiesen, so dass sie wieder beseitigt werden mussten (so wie das Imperium den einstigen CIA-Agenten Saddam Hussein durch eine Invasion im Irak wieder meinten beseitigen zu müssen).

Aber es bleibt die Frage: wer sind eigentlich die heutigen “Taliban”, gegen die die Bundeswehr angeblich in Afghanistan Krieg führt.

Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass es gewisse Unterschiede gibt zwischen den historischen Taliban, die ein Instrument des US-Imperiums waren, und den heutigen “Taliban”, gegen die das US-Imperium mit seinen verachtenswerten Vasallentruppen (darunter die völlig auf den Hund gekommene Bundeswehr) Krieg führen.

Die Entwicklung von historischen Taliban (Instrumente und Söldlinge des US-Imperiums, meistens verarmte Pakistanis) zu den heutigen “Taliban” (die “Freiheit” muss gegen sie “am Hindukusch” verteidigt werden) ist doch zumindestens bemerkenswert, identisch scheint beides nicht zu sein.

Liebe Leser, wollen Sie zu den Menschen gehören, die mit geöffneten Toilettendeckeln auf den Köpfen nur darauf warten, dass die Enddärme der imperialen Propagandaorganisationen Ihnen Kackwürste in die Hirnschale drücken und Sie dies für Wirklichkeit halten? Nein?

Dann möchte ich Sie auf die Beschaffenheit einer solchen Kackwurst aufmerksam machen.
Die Kackwurst heisst “Taliban”.

Die historischen Taliban waren eindeutig eine paschtunische Bewegung.
Selbst wikipedia schreibt:

Taliban (‏طالبان‎; persischer Plural von arabischطالب‎ / ṭālib /„Student, Schüler“), bezeichnet eine Bewegung radikaler Islamisten, von denen viele Anführer und Mitglieder in islamistischen Schulen in Pakistan von hochrangigen Paschtunen ausgebildet werden. Praxis und Ideologie der Taliban sind stark vom radikal-orthodoxen Islam (sieheWahhabismus) und vom paschtunischen Nationalismus ( siehe Paschtunwali) geprägt.

Die Finanzierung und Organisierung der historischen Taliban durch ISI und CIA werden gleichwohl nur am Rande bei wikipedia erwähnt, obwohl dies substanziell für die Einschätzung der historischen Taliban ist.
Doch bleiben wir beim paschtunisch-nationalistischen Charakter der historischen Taliban.
Afghanistan ist bekanntlich ein Vielvölkerstaat.

Wenn Sie nicht zu den Toilettenhirnen gehören wollen, denen die imperialistische Propaganda problemlos etwas in die Hirnschale scheissen kann, dann sollten Sie sich in Sachen Afghanistan landeskundisch etwas fit machen, zum Beispiel notdürftig zum Einstieg bei wikipedia.

Die Paschtunen machen ca. 40 % der Bevölkerung Afghanistans aus.
Andere starke nationale Minoritäten sind die Tadschiken, die Usbeken, die Hasara und die Turkmenen, sowie andere Populationen.

Ein Blick auf eine ethnische Karte Afghanistans zeigt, dass die größte Population, die Paschtunen, vor allem im Süden Afghanistans ansässig sind.

Merken Sie schon, worauf ich hinaus will?

Es geht um das, was die “Taliban” sind. Die historischen Taliban waren, wie wir schon sahen, eine von CIA und ISI geschaffene reaktionäre paschtunisch-nationalistische Organisation.

Wir hören aber in den Nachrichten immer wieder von “Anschlägen” der “Taliban” in Nordafghanistan, also dort, wo gar keine Paschtunen leben und nicht anzunehmen ist,dass die Menschen dort reaktionären, paschtunisch-nationalistischen Ideologien folgen.

Wir beschäftigen uns mit der Beschaffenheit einer Kackwurst, liebe Leser, einer Kackwurst, die Ihnen die “Nachrichtenmedien” immer wieder in die Hirnschale zu drücken versuchen.

Die Kackwurst heisst “Taliban”.

Jetzt schauen Sie sich mal einen Überblick über “Nachrichten” im Internet an, die von “Taliban”-”Anschlägen” im Norden Afghanistans sprechen, also von Regionen, in denen schon vor den Logik her nationalistisch-paschtunische “Terroristen” kaum präsent sein können.

Schauen Sie sich diese “Nachrichten” nur mal aufmerksam durch, das macht klug.

Es wird also durchweg von Taliban-Anschlägen gesprochen, auch in Gegenden, wo gar keine historischen Taliban aktiv sein können oder teilweise noch nie aktiv gewesen sind, nämlich in usbekischen, tadschikischen usw. Gebieten.

So sind eine Propaganda-Kackwurst aus.

Um wen handelt es sich denn bei diesen “Taliban” im Norden Afghanistans, wenn es sich nicht um die historischen (paschtunisch-nationalistischen) Taliban handelt?

Interessante Frage, nicht wahr?

Das verstehen, heisst verstehen, was imperialistischer Propagandahirnschiss ist.

Denn mit “Taliban” wird offensichtlich in den Medien alles bezeichnet, was in irgendeiner Weise Widerstand gegen die imperialistische Besatzung Afganistans leistet, egal ob es sich um Paschtunen oder Usbeken handelt.

Von der Propaganda her macht das Sinn. Die historischen Taliban, eine mordende Schöpfung der internationalen Verbrecherorganisationen ISI und CIA, erfreuen sich gerechterweise keiner Sympathien in der “öffentlichen Meinung”.

Wenn die imperialistische Propaganda also jeden Widerstand in Afghanistan gegen die Regierung der Drogenbarone als “Taliban” bezeichnet, so ist das eine heimtückische Lüge, die die regelmäßigen schweren Verbrechen der US-Armee und der unter ihrem Kommando stehenden verachtenswerten Bundeswehr vertuschen soll.

Jede “Nachricht” über “Taliban”-Anschläge im Norden Afghanistans ist also unbesehen als

Lüge

zu betrachten.

So einfach ist das.

Gewiss wird es auch “Anschläge” im Norden Afghanistans geben, aber die Menschen, die sich dort gegen die Besatzung der westlichen Schwerverbrecherarmeen wehren, sind keine Taliban, und mit diesen nicht gleichzusetzen. Ihre Motive mögen verschieden sein, aber die Verbrechen der Besatzer sind immer die gleichen.

So, liebe Leser, jetzt entscheiden Sie selbst, ob sie sich künftig weiterhin ins Hirn scheissen lassen, wenn von Anschlägen der “Taliban” in Afghanistan die Rede ist.

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Tuesday, February 17, 2009

Der Staat Israel als Schachfigur in der Strategie des US-Imperialismus

“Wir müssen die Hälfte des Landes Israel aufgeben” sagte die noch amtierende Außenministerin des Staates Israel gemäß jüngsten Agenturmeldungen, zitiert u.a. vom SPIEGEL oder auch vom STERN.
Einsicht auf Seiten der Mittäterin der jüngsten kriegsverbrecherischen Kriegskampagne gegen die Bevölkerung von Gaza, inzwischen gemeinhin als Gaza-Pogrom 2008/2009 bezeichnet?
Sie bezog sich dabei auf Israel in den biblischen Grenzen, die das heutige Israel sowie das Westjordanland und den Gazastreifen umfassen. Ein derartiger Rückzug sei zum Wohle Israels, um den jüdischen Charakter des Landes zu bewahren, sagte die Siegerin der Parlamentswahl. (Spiegel)

Wie ehrlich meint Zipi Livni das?

Viele Beobachter (auch ich) sind geneigt, diese Äußerung als bloße Augenauswischerei anzusehen, denn Zipi Livni hat gar nicht die erforderliche Mehrheit in der Knesset, um ein solches Vorhaben, wenn es denn wirklich von ihr ernst gemeint wäre, durchzusetzen. 65 von 120 Mandaten sind nach der letzten Knesset – Wahl, die von stark gesunkener Wahlbeteiligung und einem enormen Rechtsrutsch gekennzeichnet waren, von rechtsextremen Parteien belegt, die in mehr oder minder deutlicher Form gegen einen Palästinenserstaat und gegen eine sogenannte “Zwei-Staaten-Lösung” sind.
Von daher, so ergibt sich leicht, ist es billig und kostet nichts, sich für eine solche Lösung, die nur uninformierten Gemütern “spektakulär” erscheinen mag, nun auszusprechen.
Zumal die sogenannte “2-Staaten-Lösung” nichts anderes als einen Flickenteppich von palästinensischen Bantustans unter israelischer Kontrolle vorsieht, jedenfalls auch wenn es nach Zipi Livni geht. Aber immerhin originell, dass sich die beinharte Rechtszionistin als “moderat” darzustellen weiß und die Presse spielt schön mit.

Was bedeutet Zwei-Staaten-Lösung

Die ursprüngliche “2-Staaten-Lösung”, auf die sich die PLO damals nach der Libanon-Invasion 1982 durch Israel eingelassen hatte, ist durch den massiven Siedlungsbau in den seit 1967 besetzten Gebieten ohnehin vom Tisch. Sie “2-Staaten-Lösung” nach Art der vom Kriegsverbrecher (“Einheit 101″) Sharon gegründeten Kadimapartei sieht nichts anderes als eine “ethnische Säuberung” des Staates Israel vor, wonach auch die 20% israelischer Palästinenser (die vor allem in Galiläa und -als Beduinen- im Negev) leben, staatsrechtlich “ausgesiedelt” werden sollen, indem – so die Gedankenspiele dieser Kreise, die entsprechend mehrheitlich palästinensisch bewohnten Gebiete einen palästinensischen “Staat” zugeschlagen werden sollen, während ein Großteil der mit Militärstützpunkten und völkerrechtlich illegalen Siedlungen übersäten Westbank vom israelischen Staat einkassiert werden.
Dies alles wirft die Frage auf, welche Strategie diejenigen Machtgruppen, die für die bedingungslose Unterstützung Israels durch die “westliche Welt” sorgen, eigentlich letztlich wirklich verfolgen.
Uninformierte Beobachter der Ereignisse, die sich in dieser Form (Besatzung, periodische Massaker an der palästinensischen Bevölkerung) seit 1948 in immer neuen Varianten wiederholen, sind geneigt, diesen “Konflikt” für einen wahlweise “völkischen” oder “religiösen” zu halten, und es besteht auch kein Zweifel, dass er auch permanent als solcher zurechtkonstruiert wird. Diese Oberfläche verdeckt leicht den Blick auf die tieferen Hintergründe des Geschehens.

Kurz zur Geschichte des Zionismus

Der Zionismus als politische Bewegung wurde bereits frühzeitig, und zwar sehr lange vor dem Holocaust, vom britischen Imperialismus gefördert und unterstützt. Die sogenannte Balfour – Deklaration sprach sich schon 1917 (also noch vor dem Ende des 1. Weltkrieges) für die Errichtung einer “jüdischen Heimstätte” im damaligen Palästina aus. Palästina war damals – daran sei erinnert – noch Staatsgebiet des Osmanischen Reiches, welches sich mit Großbritannien (an der Seite der sogenannten “Mittelmächte”) im Krieg befand. Bafour verschenkte also Land, das Großbritannien gar nicht gehörte.
Der Zuspruch des Zionismus unter den weltweiten jüdischen Populationen war allerdings sehr gering, geradezu kläglich. Die überwältigende Mehrzahl jüdischer und jüdischstämmiger Menschen waren entweder bürgerlich-assimilatorisch gesinnt, oder religiös-toraorientiert, oder sozialistisch bis kommunistisch.
Vor allem die starke Teilnahme von Juden und jüdischstämmigen Menschen wurde von reaktionären Machtgruppen zum Anlass genommen, die Verschwörungslegende zu entwickeln, dass Gewerkschaften, Sozialdemokratie, Kommunismus, Marxismus und Bolschewismus “jüdisch gelenkte” Bewegungen seien, mit denen diese “Rasse” die Weltherrschaft zu erringen trachte. Insofern war der Antisemitismus etwa der NSDAP ein direktes propagandistisches Mittel zur Bekämpfung der Linken und der Arbeiterbewegung.
Aber es gab noch einen anderen Profiteur des Antisemitismus, und das war der zunächst marginale Zionismus, der in Antisemitismus und Nationalsozialismus explizit geistesverwandte Strömungen erblickte und vor allem aber die systematische Judenverfolgung durch den nationalsozialistischen Staat nutzte, um die Einwanderung von Juden nach Palästina zu fördern.
In diesem Zusammenhang kam es auch zu weitgehender und expliziter Zusammenarbeit zwischen den Nazis und Zioniten, zumindest bis 1938.
Die reale Verfolgung der Juden durch den Nazismus machte es leicht, den Einwanderern in Palästina weiszumachen, dass sie auch dort um ihre physische Existenz kämpfen müssten, und zu diesem Zweck müsste die einheimische Bevölkerung enteignet und vertrieben werden.

Der israelische “Unabhängigkeitskrieg” – eine Kampagne ethnischer Säuberung

Das geschah dann auch genau im sogenannten “israelischen Unabhängigkeitskrieg”, welcher insgesamt nichts anderes war als eine gezielte Militäraktion zur ethnischen Säuberung Palästinas. Diese gelang aber nur unvollkommen, weil die Westbank und der Gaza – Streifen zunächst noch unbesetzt blieben.

Die Suez-Krise 1956

Doch die reale Funktion des Staates Israel wurde in der Suez-Krise von 1956 deutlich. In Ägypten hatte im Rahmen eines Putsches Gamal Adel Nasser die Macht ergriffen und den Suezkanal verstaatlicht. Die Intervention der betroffenen imperialistischen Mächte Frankreich und Großbritannien folgte auf dem Fusse, allerdings begleitet und massiv unterstützt durch den Einmarsch der israelischen Armee in den Sinai.
Bei diesen Ereignissen wurde erstmals deutlich, welche Funktion Israel auf dem imperialistischen auszuüben in der Lage war: eine allzeit bereite militärische Eingreiftruppe im Dienste der “westlichen Mächte”.
Zwar kollidierten 1956 noch die Interessen von Frankreich/Großbritannien einerseits und USA andererseits noch miteinander, doch 1967 mit dem Präventiv- und Angriffskrieg Israels gegen alle Nachbarstaaten waren diese Interessensgegensätze aufgehoben, zumindest im wesentlichen.

Israel – militaristisches Kolonialkonstrukt im Dienste des Imperialismus

Rein vom subjektiven Faktor her konnte keine Armee günstiger und effizienter im “westlichen Interesse” eingesetzt werden als die Armee eines Kolonialkonstruktes, dessen Bewohnern eingeredet worden war, dass sie um ihre pure Existenz ginge, wann immer ein Krieg zu führen war.
Nach dem Jom-Kippur-Krieg kam eine weitere Funktion hinzu: Israel wurde zum Garanten der Existenz korrupter Marionettenregimes in Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und indirekt auch der Regimes in Syrien und Irak, die allesamt de facto und zum Teil auch de jure unter Kriegsrecht regieren, bis heute.
Natürlich sind auch Marionetten bisweilen unzuverlässig, wie der Fall Saddam Hussein zeigte, welcher 1968 mit massiver CIA – Hilfe an die Macht geputscht wurde, sich dabei aber stets als arabisch-nationalistisches Regime ausgab. Als er später aus dem Ruder lief, nachdem er bei der Vernichtung der iranischen Revolution versagt hatte, musste er bekanntlich beseitigt werden wegen umständebedingter Renitenz.
Doch die imperialistische Strategie der Einsetzung von Marionettenregimes unter dem Druck der israelischen Militärgewalt erlitt auch schwere Niederlagen, etwa im Libanon, wo der Plan, die christlich-maronitische Bevölkungsgruppe nach Art einer faschistischen Bewegung unter Führung der “Falange” zur Kontrolle des Libanon zu instrumentalisierte, dramatisch scheiterte. Im libanesischen Bürgerkrieg erlitten die faschistischen Kräfte dramatische Niederlagen, was wieder einmal eine israelische Invasion (die von 1982) notwendig machte. Aber auch der Versuch, unter israelischer Militärgewalt im Libanon Marionettenkräfte zu instrumentalisieren (einerseits die Falange, andererseits die Söldnertruppe “Südlibanesische Armee”) scheiterte weitgehend.
Trotzdem hat sich an der grundsätzlichen Funktion Israels als kollektiver Militärapparat des Imperialismus mitten im Nahen Osten nichts geändert.

Israel und seine Verflechtung mit der Rüstungsindustrie

Versteht man dies, so versteht man auch, warum die treibenden und handelnden Kräfte hinter dem Staat Israel und seinem Miliärapparat (der mit der “eigenen” und der “westlichen” Rüstungsindustrie aufs engste verwoben ist) an keinem wirklich dauerhaften “Frieden” mit den Palästinensern interessiert sein kann. Die “Bedrohung” Israels durch die rechtmäßigen Bewohner Palästinas (die – nur nebenbei bemerkt – die direkten Nachkommen der historischen antiken Juden sind) ist der entscheidende Faktor, der diesen imperialistischen Apparat am Leben erhält.

Israelische Militärs – all over the world

Israelische Militärs und Geheimdienste waren und sind zutiefst verstrickt etwa in die Irak – Invasion der USA 2003, in US-Aktivitäten in Georgien; historisch spielten sie eine wichtige Rolle bei der “Beratung” verblichener lateinamerikanischer Militärdiktaturen. Im Zusammenhang mit 911 wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass Spuren auch ausdrücklich zum israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad führen (Erkenntnisse dieser Art werden gewöhnlich dadurch bekämpft, dass den Überbringern dieser Botschaft unterstellt wird, 911 wäre ein “Juden-Job” gewesen und sie mithin Antisemiten wären).

Die tiefe Verfechtung des israelischen Militärapparates mit der “westlichen” Rüstungsidustrie ist ein weiterer Fakt, der größte Auferksamkeit beanspruchen muss, denn diese Verflechtung geht weit über israelische Rüstungsfirmen hinaus und schließt beispielsweise jede Menge deutscher Firmen mit ein.

Die “völkische Identität” Israels – ein Konstrukt

Zentraler ideologischer Bezugspunkt dieser Strategie ist natürlich die Legende, wonach Israel ein “Staat der Juden” wäre, aber seltsamerweise muss dieser Staat seine Bestände immer wieder durch Einwanderung sogar explizit nichtjüdischer Populationen auffüllen (etwa hunderttausende Pseudojuden aus Russland, die heute die Basis der faschistischen Liebermann-Partei bilden). Dies stellt nicht nur eine Rechtfertigungsideologie gegenüber der Weltöffentlichkeit dar, sondern hat vor allem eine Funktion nach innen, gegenüber dem aus sehr unterschiedlichen Teilen zusammengesetztem “jüdischen Staatsvolk” Israels, das letztlich, wie alle “völkischen” Identitäten, ein Konstrukt ist (siehe auch Hintergründe zu “israelischen Nazis”).

Das Beispiel Ulster / Nordirland

Ein gewisses historisches Vorbild für die Funktion des Staates Israel im Mittleren Osten ist die Rolle der protestantischen Einwanderer in Ulster/Irland vom 17. bis zum 19.Jahrhunderts, mit der eine Bevölkerungsgruppe in das ewig renitente Irland eingepflanzt wurde, die sich in ihrer Identität als “britisch” begriff und bis in unsere Tage die Dominanz des britischen Imperialismus über die irische Insel sicherstellt.
Aber natürlich ist dieses Beispiel nur ein Modell, die Rolle Israels als imperialistische Kaserne mitten im Nahen Osten ist ungleich mächtiger und bedeutender.

Israels Schlüsselrolle

Insofern ist der Staat Israel und der “ungelöste Konflikt” mit “den Palästinensern” kein beiläufiges Thema unserer Weltpolitik, sondern dieser Staat nimmt eine Schlüsselrolle in den Plänen des US-Imperialismus ein.
Dies wird ja auch deutlich in den immer wiederkehrenden Gerüchten um einen “israelischen Präventivschlag” gegen den Iran (dem notorisch Atomwaffenbesitz unterstellt wird, obwohl Israel die einzige Atombombenmacht in der Region ist). Die US-Armee, deren Aktionsraum sich durch die imperialistischen Invasionen 2001 in Afghanistan und 2003 im Irak schon ziemlich überdehnt hat, wäre aufgeschmissen ohne Israel bzw ohne diesen Militärstaat in dieser Form und dieser rechtsextremen, faschistischen Ausrichtung.
Dies gilt es zu verstehen.

Gezielte Tötungen als Strategie

Von daher ist auch die fortgesetzte Strategie der gezielten Tötungen der israelischen Armee gegenüber palästinensischen Politikern nachvollziehbar, denn diese sollen ja Gegenreaktionen provozieren, seien es Selbstmordattentate, seien es fliegende Ofenrohre und Feuerwerksraketen nach Art der “Kassams”. Dieses Wechselspiel hält die “jüdisch-israelische” Bevölkerung bei der Stange und lullt sie ein in der Vorstellung, ein “von Gott ausgewähltes Volk” zu sein, oder wenigstens (bei säkularen) “Vorposten des zivilisierten Westens in einer barbarischen arabischen Umgebung”.
So weit also das Spiel.

Zipi Livnis Falschmünzerei

Doch zurück zu Zipi Livni und die Frage, ob ihr “Angebot” überhaupt ernst gemeint ist. Nun, eines ist gewiss, der zionistische Machtapparat hat zu jedem Plan A auch einen Plan B und einen Plan C und so weiter.

Zipi Livni, die aus der extremen zionistischen Rechten stammt, vertritt “einseitige Räumung” von palästinensischen Gebieten, deren Rundumüberwachung möglicherweise zu aufwendig und zu ineffizient wäre. Das Paket der Zipi Livni ist nur scheinbar eine “Alternative” zum faschistoiden Radikalismus der israelischen Ultrarechten. Gerade das Gaza – Pogrom hat gezeigt, was man sich in den hohen Kreisen als strategische Dauerlösung vorstellt: die einseitig erzwungene Definition von Todeszonen, die nach Belieben bombardiert und in mit Invasionen überzogen werden können – zu einer wirklich ernsten Gegenwehr sind die palästinensischen Organisationen gar nicht wirklich in der Lage, selbst wenn sie es wollten.

Der politische Unterschied zwischen Livni und Netanjahu ist daher wenn überhaupt ein taktischer. Die dauerhafte Terrorisierung der palästinensischen Bevölkung dient der Schaffung einer formierten Gesellschaft, auf deren Grundlage die israelische Armee unbeschränkt einsatzfähig ist wo immer sie von Seiten des Imperialismus gebraucht wird.

Es lässt sich schwer sagen, auf welche taktischen Finessen der recht einheitlich ausgerichtete israelische Militärapparat (dessen bloße Kasperlefiguren die israelischen Politiker in Wirklichkeit sind) noch kommen werden, aber die Strategie ist klar.
Wie aber sie durchkreuzen?

Boykott Israel

Es wird kein Weg um eine weltweite Boykottkampagne gegen Israel herum führen, egal welche Rhetorik von Seiten der wirklichen Machthaber angewandt wird. Es kommt dabei auch nicht in erster Linie darauf an, ob eine solche Kampagne (die sich ironischerweise gegen sattsam bekannte multinationale Konzerne richten muss) schon früh Wirkung zeigt, sondern wichtig ist es, ein Bewusstsein für die Rolle und Funktion Israels zu verbreiten.

Demontierung der israelischen Mythen

Als nächstes gilt es, den Mythos von Israel als “Heimstatt der Juden”  gründlichst zu demontieren, und zwar vor allem auch im Interesse der weltweiten jüdischen Populationen, die ideologisch für die Verbrechen des Staates Israel in Geiselhaft genommen werden.
Das ist nämlich auch ein interessanter Punkt der Angelegenheit. Wer immer sich zum Staat Israel und seinen Verbrechen äußert, wird von den imperialen Propagandaapparaten des “Antisemitismus” bezichtigt. Die Empörung über diesen absurden Vorwurf verdeckt leicht den Blick darauf, dass ein realer Antisemitismus durchaus im Interesse der Mächte hinter dem Staat Israel steht, und zwar aus einleuchtenden Gründen.

Gegen Antisemitismus

Reale antisemitische Aktionen fördern natürlich die Neigung jüdischer oder jüdischstämmiger Menschen, nach Israel auszuwandern und sich in die “Obhut” dieses Militärstaates zu begeben. Sie vergiften auch den Geist von vielen Menschen, die sich über die Verbrechen des Staates Israel empören und leichtfertig diese mit dem “Judentum” schlechthin identifizieren. Und die liefern die Rechtfertigung dafür, antiimperialistische Kräfte zu kriminalisieren, indem jede Anprangerung Israels mit Antisemitismus gleichgestellt werden.
Aus diesen Mechanismen heraus ist auch leicht zu erklären, warum beispielsweise der israelische Militärapparat und US-amerikanische Apparate etwa die Hamas mit ihrer judenfeindlichen Rhetorik ursprünglich (?) unterstützten. Auch die weltweite Gründung von faschistischen Organisationen durch V-Leute oder ihre massive Infiltrierung haben diesen Zweck.
Von daher ist der offensive Kampf gegen realen Antisemismus ein wichtiges Element im Kampf gegen den israelischen Militärapparat und den Imperialismus.

One man one vote

Und für Israel/Palästina selbst gilt es aus meiner Sicht, analog mit dem israelischen Historiker Ilan Pappe jede Zwei-Staaten-Lösung zu verwerfen und einen israelisch-palästinensischen Staat mit gleichen Rechten für alle Bewohner zu fordern, zuzüglich dem Rückkehrrecht für alle Vertriebenen und Entschädigung der Opfer aus den Mitteln des westlichen Militärindustriellen Komplexes.

Klar ist das noch keine ausgefeilte Strategie, sondern es handelt sich nur um Grundzüge, doch die Diskussion darum muss heute spätestens eröffnet werden.

(Alle wikipedia-Artikel dienen nur der ersten Information, die Artikel sind teilweise mangelhaft und fehlerbehaftet)

Posted by Mazdak in 16:39:59 | Permalink | Comments (3)

Was bedeutet “Mazdak”?

Die Mazdakiten (um 500) waren eine  religiös-sozialrevolutionäre Gruppierung, die das persische Sassanidenreich über mehrere Jahre hinweg in Unruhe versetzte.
Sie waren vom Zoroastrismus und wohl auch vom Manichäismus beeinflusst, und ihre Anhänger verstanden sich vermutlich als religiöse Erneuerer. Offenbar sahen sie weltlichen Besitz als Wurzel allen Übels; dies rief wohl zumindest in Teilen der Bewegung die Idee einer „kommunistischen“ Gütergemeinschaft hervor. Spätrömische Quellen – vor allem Prokopios von Caesarea und Agathias – berichten von der spektakulären Forderung der Mazdakiten (bzw. des Königs Kavadh) nach „Frauengemeinschaft“; dieses Element wird auch von den orientalischen Berichten erwähnt.
Von Historikern wird angenommen, dass Teile der Ideen der Mazdakiten nach 530 im Volk lebendig geblieben seien und in nachantiken Bewegungen – vielleicht bis hin zu den Bogomilen und Katharern – nochmals virulent geworden seien.
Posted by Mazdak in 16:18:14 | Permalink | Comments (2)

Thursday, February 12, 2009

Mazdaks Blog eröffnet

Für eine kritische Gegenöffentlichkeit gegen die Macht der Plutokratie wird dieser Blog eröffnet.
Posted by Mazdak in 12:49:49 | Permalink | No Comments »